Nextkassel e.V.
mail@nextkassel.de

Wir engagieren uns für
• Cokreative Stadtplanung, Partizipation & Bürgerbeteiligung
• Dialog mit den Bürger*Innen
• Kuratieren von Bürgerideen in Zusammenarbeit mit Stadt, Planer*Innen, Architekt*Innen und den Bürger*innen selbst

Wir haben unsere Ideen in 22 Stadtszenarien unterteilt:

1. Mit dem Rad schnell durch die Stadt
2. Kassels Plätze schöner machen
3. Die Fulda als Herz der Stadt
4. Aus Restflächen werden Grünräume
5. Kassel wird Low-Budget-Stadt
6. Mehr Orte für Kultur
7. Vergangenes sichtbar machen
8. Mit Bus und Bahn überall hin
9. Eventstadt Kassel
10. Nachtleben stärken
11. Aufenthaltsqualität in der Stadt verbessern
12. Neue Orte für Spiel und Sport schaffen
13. Alle gemeinsam in Kassel
14. Sportangebote ausbauen
15. Kassel ganzheitlich neu denken
16. Quartiere gezielt stärken
17. Stadtleben leben
18. Mehr Vielfalt in der Mitte
19. Aus Grünraum wird Grüntraum
20. Autofahren stadtverträglich machen
21. Alles zu Fuß erreichbar
22. Freie Fahrt für Autos

Diese Reihenfolge wurde von Kasseler Bürgern nach ihrer Priorisierung bestimmt.
Ein paar dieser Szenarien widersprechen sich, aber nur so können wir gewährleisten, dass wir für alle Ideen offen sind. Außerdem zeigen sie die Vielfältigkeit der Wünsche von BürgerInnen einer Stadt sehr deutlich.
Zur Zeit legen wir einen größeren Schwerpunkt auf unsere fünf Topszenarien, die auf unserer letzten großen Session vor einem Jahr von den Bürgern auserkoren wurden: Mit dem Rad schnell durch die Stadt, Kassels Plätze schöner machen, Die Fulda als Herz der Stadt, Aus Restflächen werden Grünräume und Kassel wird Low-Budget-Stadt.

5. Womit hatten Sie bereits Erfolg?
Als Erfolg können wir die mittlerweile recht große Reichweite und unsere Position in der Stadt verzeichnen: Die Bürger wenden sich explizit mit ihren Ideen an uns, damit wir diese weiter an die Politik und die Verantwortlichen tragen. Gleichzeitig werden wir auch von der Stadtverwaltung und Politik ernst genommen. Die politischen Gremien bedienen sich an der Ideensammlung und laden uns für Stellungnahmen und Ergebnispräsentationen ein.
Ebenso ist es ein Bestätigung für uns, wenn die Bürger unsere Veranstaltungen besuchen, die sich in Methodik und Rahmenprogramm wesentlich von den formellen und informellen Beteiligungsformen der Verwaltung unterscheiden. Wir legen unsere Veranstaltungen so aus, dass die Besucher Spaß daran haben sich zu beteiligen und dass ihnen Wertschätzung entgegen gebracht wird, dass sie sich beteiligen. “Ein Glühwein für eine Idee” war schon ein Motto einer unserer Veranstaltungen, Live-Musik ein Gimmick einer anderen.

6. Was waren Ihre Misserfolge?
Da Nextkassel bis vor kurzem ein studentisches Projekt war und somit jedes Semester ein zeitliches Ende hatte, blieben einige Nachbearbeitungen und Verantwortlichkeiten in den Semesterferien auf der Strecke. Ideengeber konnten durch die Projektarbeit lange Zeit begleitet werden, wurden zum Semesterende jedoch wieder mit ihrer Idee weitestgehend allein gelassen. Dies hoffen wir nun durch den Verein zu verhindern.

7. Wo stoßen Sie an Ihre Grenzen?
Wie bei jedem Ehrenamts stoßen wir bei unserem Zeitkontingent an unsere Grenzen. Wir würden gerne mehr machen als wir können. Um transparente Partizipationsangebote machen zu können bedarf es nicht nur Vorbereitungszeit für Projekte und Veranstaltungen, sondern auch viel Zeit und Arbeit für Kommunikation: Gespräche mit Bürger*Innen und Partnern, Berichte, Blogeinträge, Präsentationen, die Suche nach Partnern und Sponsoren, die Internetseite – all das geschieht im Hintergrund, ist aber essentiell für eine vernünftige Kommunikation mit Bürgern, Planern und Politikern. Deswegen ist die sichtbare Arbeit, die wir auf Veranstaltungen in der Stadt verrichten, nur ein Bruchteil von dem, was wir machen. Natürlich stellt bei uns auch der finanzielle Handlungsrahmen eine Grenze der Machbarkeit dar. Der Druck von Info- und Arbeitsmaterial und das Beschaffen von Material für unsere Veranstaltungen kann schnell teurer ausfallen als uns lieb ist.
Als Vermittler zwischen Bürgern und Stadt sind wir in beide Richtungen auf das Engagement und den Entscheidungswillen angewiesen. Wenn die Ideengeber nicht genug hinter ihren eigenen Ideen stehen, können wir ohne ihre Kooperation wenig ausrichten. Und wenn die Politik sich gegen den von uns vertretenen Bürgerwillen entscheidet, sind uns auch hier die Hände gebunden.
Außerdem ist es (wie bei jedem Beteiligungsverfahren) schwierig alle Teile der Bevölkerung zu erreichen, was an unserer Unbekanntheit in gewissen Kreisen liegt.

8. Wo sehen Sie Handlungsbedarf für ihre Gruppe?
Stadtplanung ist ein Thema, bei dem man meist nur die Personen erreicht, die von den aktuellen Veränderung in der Stadt betroffen sind und diejenigen, die es wirklich interessiert. Auch wenn wir schon in den Köpfen vieler Kasseler Bürger*Innen präsent sind, müssen wir es dennoch schaffen mehr Außenwirkung zu erzielen.

9. Haben Sie Wünsche an die politischen Entscheider?
Wir wünschen uns eine bessere Kommunikation mit dem Politikern (ohne unsere politische Unabhängigkeit zu verlieren). Durch eine stetige und ausreichende Kommunikation können Problemfelder in der Stadtentwicklung wesentlich konfliktfreier behandelt werden. Auch würde es uns helfen, wenn die bestehenden politischen Netzwerke unsere Angebote immer mitkommunizieren: Wir brauchen aktive Bürger*Innen von denen unsere cokreativen Angebote angenommen werden.
Außerdem ist eine entsprechende Würdigung unserer Arbeit immer gerne gesehen.

10. Was halten Sie von einer Vernetzung der Gruppen im BürgerWerk?
Wir möchten uns gerne mit weiteren Bürgergruppen vernetzen, in erster Linie um Informationen zu aktuellen Veranstaltungen und Projekten auszutauschen.
So können wir uns gegenseitig helfen und bleiben immer auf dem neuesten Stand.
Durch eine stärkere Vernetzung können auch Projekte in Angriff genommen werden, die zu groß für einzelne Akteure sind. Diese Erfahrung haben wir bereits im Kasseler Raum gemacht und sind gespannt, wie sich das im regionalen Raum auswirken kann.

11. Brauchen Sie mehr Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit?
Unterstützung ist immer gerne gesehen. Durch das Verbreiten von Informationen über möglichst viele Kanäle, erhöht sich die eigene Reichweite. Gerade für diese Zwecke sind die Initiativen-Netzwerke ein wichtiges Werkzeug. Auf diese Weise können sich auch die jeweiligen Empfänger untereinander verknüpfen.

12. Welche Tagungsthemen interessieren Sie? (lassen Sie einfach die stehen, die sie interessieren, die anderen Löschen oder streichen)
• gemeinsam Forderungen an Politik/Verwaltung auf den Weg bringen
• Finanzierungs- und Fördermittelquellen
• Mitstreiter finden
• Akzeptanz bei den Bürgern
• Mitmachprojekte für „Lethargos + Müdos“ bewerben
• Auswusch von aktuellen Bürgerbegehren, aktuelle Projekte; „Was ist los? ; Wer arbeitet woran?“
• Sonstiges

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